Leben des Buddha

Das Leben des Buddhas in Bildern 

 

Die Texte und Bilder des folgenden Text sind „Beyond the Net" entnommen, einer Internetseite über Theravada-Buddhismus: http://www.beyondthenet.net/buddha/bpicmain.htm.

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1. DIE GEBURT DES BODHISATTAS

Die Geburt des Bodhisattas

Am Vollmondtag des Monates Mai (Visakha) vor 2.600 Jahren wurde ein Prinz namens Siddhartha geboren. Die Geburt ereignete sich in Lumbini (heutiges Rumindei in Nepal), wo seine Mutter Mahamaya, die Hauptgemahlin des Königs Suddhodana von Kapilavatthu, mit ihrem königlichen Gefolge auf dem Weg in ihr Elternhaus in Devadaha, rastete. Auf dem Bild steht Königin Mahamaya unter einem blühenden Salbaum und greift einen seiner Zweige.

 

2. DAS LEBEN ALS PRINZ

Das Leben als Prinz

Vielfältig waren die sinnlichen Freuden innerhalb des Palastes: Musik und Gesang, erfüllten die Palasthallen Tag und Nacht; schöne und liebreizende Tänzerinnen; fein duftende Parfums; feinste Seidenstoffe und unbezahlbare Edelsteine zum Schmuck und zur Zierde; sowie seltene Delikatessen und Speisen für die königliche Tafel. Und trotzdem blieb der Prinz Tag für Tag inmitten dieses Luxus unberührt. Stets in nachdenklicher Stimmung, mit einem in die Ferne schweifenden Blick - sann er über die flüchtige Natur der sogenannten Genüsse und zweifelhaften Freuden des Lebens nach.

 

3. DIE WAHRHEITEN DES LEBENS

Die Wahrheiten des LebensAlle Bemühungen des Königs Suddhodana seinen Sohn von den Realitäten des Lebens fernzuhalten, haben letztendlich keinen Erfolg. Auf seinem Weg zu den königlichen Lustgärten wird der Prinz mit den sogenannten drei Boten Alter, Krankheit, Tod konfrontiert und wird sodann von Zweifeln und tiefem Bedenken erfüllt. Kurz danach trifft der Prinz auf einen Wanderasketen. Beeindruckt durch das dunkle Gewand und das ruhige Auftreten des heimatlosen Einsiedlers blickt er ihn lange fest an und entschließt sich dann auch selbst den Palast zu verlassen, um ein Leben in der Hauslosigkeit zu führen.

 

4. DIE GROSSE ENTSAGUNG

Die Große EntsagungAm Tage des Asalha-Vollmondes (Juli) erhält der Kronprinz die Nachricht vom Palast, dass seine Frau, die wunderschöne Prinzessin Yasodhara, einen Sohn geboren hat. Alarmiert durch diese neue Entwicklung, diese neue Fessel, die ihn stärker an die Welt binden würde, entscheidet sich der Prinz den Palast noch in jener Nacht zu verlassen. Seinem Vater, seiner Frau, seinem Sohn, ja der ganzen Menschheit zuliebe würde er der Welt entsagen, um einen Weg zu finden, sie von allem Leiden zu befreien. Dies wird als die Große Entsagung bezeichnet.

 

5. EXPERIMENT MIT ASKETISMUS

Experiment mit AsketismusFür sechs lange Jahre wandert der Asket Gotama, wie Prinz Siddhartha nun genannt wurde, entlang der Straßen und Wege von Indien. Er geht zu Alara Kalama und Uddaka Ramaputta, zwei der größten spirituellen Lehrer, die ihm ihr gesamtes vorhandenes Wissen und ihre Weisheit lehren. Aber der Asket Gotama ist damit nicht befriedigt, da ihre Lehren nicht zum Ende des Leidens führen. Mit unbeugsamer Energie unterzieht er sich einer rigorosen asketischen Disziplin, sowohl körperlich als auch geistig, auf der Suche nach dem Ende des Leidens durch weiteres Leiden. Am Ende ist er völlig abgemagert und ausgemergelt und gleicht einem Skelett.

 

6. ERLEUCHTUNG

ErleuchtungDie beiden Extreme des luxuriösen Lebens sowie die Selbstkasteiung lässt der Prinz hinter sich und wählt den Mittleren Weg der Mäßigung. Dieser basiert auf der Praxis von Tugendhaftigkeit (sila), Konzentration des Geistes (samadhi) und der achtsamen Betrachtung aller psycho-physischen Phänomene, welche letztendlich zum vollständigen Verständnis der Dinge wie sie wirklich sind führt (panna). Unter dem Bodhibaum in Bodhgaya sitzend, erlangt er Sammā-sambodhi (vollständige Befreiung) und wird der Erhabende Buddha.

 

7. DIE ERSTE LEHRREDE

Die erste LehrredeNachdem er die Vier Edlen Wahrheiten - die Edle Wahrheit vom Leiden; von der Ursache des Leidens; von dem Erlöschen des Leidens; und dem Weg der zum Erlöschen des Leidens führt - selbst realisiert hatte, entschließt sich der Buddha sodann sie seinen fünf Freunden zu lehren, die zuvor mit ihm in Uruvela, in Bodhgaya, praktiziert hatten. Am Ende dieser ersten Lehrrede, die als das „Dhammacakkappavattana Sutta" bekannt ist und welche den fünf Asketen, die sich nun in Isipatana in Benares aufhielten, gegeben wurde, realisiert der älteste unter ihnen, der Ehrwürdige Kondanna, den ersten Pfad und die Frucht des Stromeintritts (Sotapanna). Einer der in „den Strom der Erleuchtung" eingetreten ist und damit der Weg hin zu Nibbana für diese Person nicht mehr umkehrbar ist. Damit durchbricht er Samsara, den ewige Kreislauf von Leben und Tod stufenweise bis hin zur vollständigen Befreiung.

 

8. ZIEHT AUS UND LEHRT ZUM WOHLE VON VIELEN

Zieht aus und lehrt zum Wohle von VielenInnerhalb der ersten Woche nach seiner Verkündung des „Dhammacakkappavattana Sutta", realisieren alle fünf Asketen die höchste Frucht der Heiligkeit und werden so die ersten fünf vollständig befreiten Schüler (Arahants) des Buddhas. Sie verbringen daraufhin die Regenzeit noch in Isipatana. Noch vor dem Ende der Regenzeit folgen über 55 weitere diesem Beispiel. Der Buddha entsendet nun seine 60 Anhänger: - `Geht, ihr Mönche, in die Welt, vielen Wesen zum Wohle, vielen Wesen zum Glücke, aus Mitgefühl mit der Welt, zum Nutzen, Wohl und Glück von Göttern und Menschen´. Und so machten sich die Schüler auf, um die neue Lehre an Interessierte zu verkünden.

 

9. DAS GESETZ DER BEDINGTEN ENTSTEHUNG

Das Gesetz der bedingten EntstehungNach seiner Erleuchtung unter dem Bodhibaum in Bodhgaya reflektiert der Buddha über das Gesetz der Bedingten Entstehung (Paticca Samuppada). Er sinnt darüber nach, wie Dinge bedingt durch vergangene und gegenwärtige Zustände entstehen und Leiden schaffen. Daraufhin erwägt er das Ende genau dieser Dinge, wenn ihre Ursache beseitigt wurde. Dann reflektiert er sowohl über das Entstehen als auch das Erlöschen aller bedingten und von einander abhängigen Dinge, in der Gegenwart, der Vergangenheit und der Zukunft.

 

10. DIE LEHRE DER VERÄNDERLICHKEIT

Die Lehre der VeränderlichkeitDer Buddha lehrt, dass sich alle bedingten Dinge in einem Zustand des Fließens und der Veränderung befinden, und deswegen unbeständig sind. Die sich immer wechselnde Natur sowohl des Geistes, als auch des Körpers belegt die Substanzlosigkeit des Lebens und die Instabilität der Existenz. Sich dessen bewusst, vermied es Khema, die Gemahlin von König Bimbisara, den Buddha zu treffen: sie war sehr hübsch und hatte die Befürchtung, dass der Buddha ihre selbstbewusste Wahrnehmung ihrer Liebenswürdigkeit mindern könnte. Als sie sich eines Tages doch in seine Gegenwart begab, erschuf der Buddha vor ihr das Trugbild einer hübschen jungen Frau, die stufenweise vor ihren Augen altert und schließlich vor den Füßen des Meisters zusammenbricht. Aufgeschreckt und beschämt realisierte sie dabei die Unbeständigkeit des menschlichen Körpers.

 

11. UNZULÄNGLICHKEITEN DES LEBENS

Unzulänglichkeiten des LebensLaut dem Buddha, ist alles was unbeständig ist, dem Leiden unterworfen und die Welt basiert auf diesem grundlegenden Faktor des Leidens (Dukkha). Diese Realität akzeptierend lehrt er die Menschen, wie man Befreiung von allem Leiden erlangen kann. Die tragische Geschichte von Patacara, die innerhalb eines einzigen Tages ihre gesamte Familie verliert, zeigt nur zu gut, wie das Leiden den arglosen Weltling bedrängen kann. Nachdem sie dem Buddha zuhört und die Lehre verinnerlicht, erlangt sie Frieden und Unverletzlichkeit.

 

 

12. BUDDHA LEHRT, DASS ALLE DINGE OHNE BESTÄNDIGES SELBST SIND

Buddha lehrt, dass alle Dinge ohne beständiges Selbst sindWenn etwas unbeständig ist, so wie es bei allen bedingten Dingen der Fall ist und demnach anfällig für Veränderung ist, kann es da keinen Herrn oder ein Selbst geben. Hilflos Dinge gemäß den eigenen Wünschen zu arrangieren, wird deutlich, dass es keine Seele als Meister über den Geist und den Körper geben kann. Der Buddha erklärt den fünf Mönchen in Isipatana in Benares, dass alle Wesen ohne beständiges Selbst, ohne eine Seele sind, in der Lehrrede vom Nicht-Selbst (Anattalakkana Sutta).

 

13. FREIHEIT DER GEDANKEN

Freiheit der GedankenZentral in Bezug auf den Aspekt der eigenständigen Überprüfung der Lehre ist eine Lehrrede die der Buddha dem Volk der Kalama in der Stadt Kessaputta vor circa 2.500 Jahren hielt. Buddha sprach sich gegen blinden Glauben aus und ermutigte einen auf gründlicher Überprüfung basierenden Geist sowie die Unabhängigkeit von Gedanken und Handlungen. Er trainierte seine Schüler in der Kunst des Fragens sowie in den höheren Lehren des Debattierens und der Diskussion. Er wies auf die Gefahren blinden Glaubens hin und lehrte die Kalama wie sie zu einem wahren Verständnis der Lehren des Buddhas über die Vier Edlen Wahrheiten gelangen können.

 

14. ACHTUNG DER MENSCHENWÜRDE

Achtung der MenschenwürdeSunita war ein Lumpensammler, der als sogenannter Kastenloser geboren wurde. Als er den Buddha, der auf seiner Almosenrunde war, traf, verbeugte sich der bescheidene Mann vor dem Meister mit Verehrung. Er bat um Ordination und wurde zum Tempel gebracht, wo er bald der höchsten Huldigung durch Devas und Brahmagötter würdig wurde. Damit zeigte der Buddha, dass ein Mensch weder ein Brahmane noch ein Kastenloser durch die Geburt, sondern ausschließlich durch seine Taten wird.

 

15. GLEICHWERTIGKEIT DER FRAUEN

Gleichwertigkeit der FrauenEs war der Buddha, der der Frau erstmals einen rechtschaffenen Platz in einer Gesellschaft gab, in der sie zuvor soweit geächtet wurde, dass die Geburt eines Mädchens als ein unglückliches Ereignis gesehen wurde. Im Wissen, dass das Frausein kein Hindernis war, die höchste Frucht der Heiligkeit zu erlangen, gestattete der Buddha die Ordination von Frauen als Bhikkhunis. Die Gründung eines Nonnenordens durch den Buddha war erstmalig in der Geschichte der Welt. Auf dem Bild ist am Rande der Ehrwürdige Ananda zu sehen, der im Interesse der Sakya-Frauen einschließlich Buddhas Stiefmutter Mahapajapati Gotami, vermittelte.

 

16. FREIHEIT DER MENSCHEN

Freiheit der MenschenZur Zeit des Buddhas war es sowohl für Männer als auch für Frauen üblich sich bedingt durch extreme Armut in die Abhängigkeit reicher Haushalte zu begeben. Obwohl es für Anhänger des Buddhas eigentlich nicht angemessen war, so war tatsächlich der Handel mit menschlichen Sklaven zu dieser Zeit sehr gängig. Die Umstände der vorherrschenden Sklaverei werden sehr anschaulich durch die Geschichte der Sklavin Rajjumala dargestellt. Sie arbeitete für eine boshafte Herrin, welche sie selbst bei den kleinsten Fehlern ohne Gnade behandelte. Auf dem Bild ermahnt der Buddha sowohl Sklavin, als auch Herrin und spendet durch seine Lehre dauerhaften Frieden zwischen beiden.

 

17. DEN KRANKEN DIENEN

Den Kranken dienenUngeachtet der Tatsache, dass das Studium und die Ausübung der medizinischen und chirurgischen Wissenschaft zur Zeit des Buddhas bereits in großem Ausmaß fortgeschritten waren, wurde der Pflege und Fürsorge von Kranken kaum Beachtung geschenkt. Putigatta Tissa Thera war ein Mönch, der von einer Hautkrankheit befallen war, die seinen gesamten Körper mit eiternden Geschwüren überzog. Ohne von seinen Mitmönchen betreut zu werden liegt er da und sein Zustand verschlechtert sich. Der Buddha besucht den Mönch, der nun todkrank da liegt, badet ihn mithilfe von Ananda Thera in warmem Wasser und reinigt seine Robe. Nachdem er es ihm bequem gemacht hat, legt der Buddha die Lehre dar und erklärt die wahre Natur des menschlichen Körpers. Durch die Lehrrede die Wahrheit durchdringend, wird der Thera ein Arahant. Daraufhin belehrt der Buddha die anderen Mönche über die adelnde Aufgabe der Fürsorge für die Kranken. Die mitfühlende Ermahnung akzeptierend folgen die Laien seinem edlen Vorbild und beginnen Stationen für kranke Mönche in allen großen Klöstern zu errichten. Später ließ der König Dhammasoka Krankenhäuser nicht nur für die Öffentlichkeit, sondern auch für kranke Tiere bauen.

 

18. PSYCHOTHERAPIE

PsychotherapieDer Buddha lehrte über den Geist und so sprach er auch über geistige Störungen und die Behandlung psychischer Leiden. Der Buddha spürte den Kummer als die zentrale Ursache auf, der in der Folge weitere mentale Störungen entstehen lässt. Durch den Tod ihres einzigen Sohnes, verliert Kisa Gotami die Kontrolle über ihre Sinne und geht in ihrem Wahnsinn auf die Suche nach einer Medizin für ihren toten Sohn. Nachdem alles nicht funktioniert appelliert sie an den Buddha, der realisiert, dass sie nichts überzeugen könnte, solange nicht ihr mentales Gleichgewicht wieder hergestellt war. Er schickt sie auf einen Botengang, um ihm ein paar Senfkörner aus einem Haushalt zu bringen, indem es niemals einen Todesfall gab. Unfähig die Bitte des Meisters zu erfüllen, kommt sie zu der Feststellung, dass der Tod unvermeidbar ist und ihm auch ihr einziger Sohn erliegen muss.

 

19. MITGEFÜHL FÜR TIERE

Mitgefühl für TiereZur Zeit des Buddhas fanden zahlreiche Tieropfer in Indien statt. Unschuldige Tiere wurden als Gaben auf Opferaltären getötet um die Götter zu besänftigen, für das Glück der Menschen im Hier und Danach. Der Buddha zeigte jedoch auf, dass es für Menschen unmöglich ist Glück für sich selbst zu erlangen, indem man anderen Wesen Leid zufügt und dass die Anhänger des Buddhas, wenn sie denn welche waren, tierische Opfer vermeiden sollten. Zu dieser Zeit hatte der König von Kosala 16 furchteinflößende Träume in einer einzigen Nacht und befand sich in großer Angst. Um den bösen Einfluss dieser Träume abzuwenden, wurde in Übereinstimmung mit dem Rat der Brahmanen ein großes Tieropfer zur Tötung Tausender von Tiere anberaumt. Als der Buddha davon hörte, rät er dem König gegen ein solches Opfer um somit die Leben all dieser verdammten Wesen zu retten. Von diesem Tag an bis heute, gibt es kein Nehmen von Leben, so klein auch immer, in irgendeiner Zeremonie von Anhängern des Buddhas.

 

20. BUDDHISTISCHES WIRTSCHAFTSSYSTEM

Buddhistisches WirtschaftssystemViele die mit der Lehre des Buddhas nicht vertraut sind, ordnen sie als eine Religion für ein nächstes Leben ein. Sie liegen damit völlig falsch, da 80 Prozent der Ziele, welche in den Lehren des Buddhas enthalten sind auf die heutige Welt gerichtet sind. Laut dem Buddha sind alle bis auf eine Segnungen die dem Tugendhaften zu Gute kommen schon in diesem Leben verfügbar; zehn der elf Vorteile, die durch die Entwicklung von Metta (Liebender Güte) entstehen, sind unmittelbar. Jemand, der ein gutes Leben in dieser Welt lebt, kann sich des Glücks in der nächsten sicher sein. Der Buddha, der den Weg zum Beenden des Leidens lehrte zeigt auch den Weg zu einem höchst zufriedenstellenden Leben auf der Erde auf. Ein Aspekt dieses weltlichen Fortschritts bezieht sich auf ein Wirtschaftssystem, welches auf buddhistischen Prinzipien basiert und eine wirtschaftliche Entwicklung zusammen mit einer Auslöschung der Armut zum Ziel hat. Rechter Lebens-erwerb sind Beschäftigungen, bei denen die grundlegenden fünf Tugendregeln für Laien nicht beeinträchtigt werden. Falsche, karmisch unheilsame Lebensführung muss ge-mieden und heilsame Dinge entfaltet und erhalten werden. Falsche Lebensführung beinhaltet z.B. Unaufrichtigkeit, Verrat, Verdächtigung, Wucher sowie ferner den Handel mit Waffen, lebenden Wesen, Fleisch, alkoholischen Getränken sowie Giften, Drogen und Betäubungsmitteln.

 

21. BUDDHISTISCHE BILDUNG

Buddhistische BildungEs handelt sich dabei um eine Lehrmethode, die auf der geistigen Entwicklung des Einzelnen basiert: die grundlegende Absicht buddhistischer Bildung ist es eine kultivierte, disziplinierte und gebildete Gesellschaft zu schaffen. Mit diesem Ziel im Blick, wurde die weltweit erste Universität in Nalanda in Indien gegründet. Es wird berichtet, dass über zehntausend gut disziplinierte, kultivierte und gesetzestreue Studenten hier ihre Ausbildung erhielten. Neben den zahlreichen Vorlesungssälen, wurden Vorlesungen auch unter freiem Himmel unter dem kühlenden Schatten der Bäume abgehalten.

 

22. RECHTSPFLEGE

RechtspflegeDer Buddha stellte gewisse Vorschriften bezüglich der Rechtsverwaltung zum Wohle der Mönche auf, um die Verbreitung moralischer Gerechtigkeit basierend auf einem fundierten Urteilsvermögen zu erleichtern, wenn immer entsprechende Fälle auftraten. Dadurch gewährleistete der Buddha, einen Geist moralischer Gerechtigkeit, der es uns möglich macht Gesetze korrekt zu interpretieren im Unterschied zu den unvollständigen Termini bestimmter Aspekte unserer heutigen Rechtsverwaltung. Zur Zeit des Buddhas und sogar noch später, gab es Könige, die die Gelegenheit wahrnahmen und diese Gesetze nutzten, um ihre eigenen zu ergänzen. Der rechtliche Ablauf, der vom Buddha eingesetzt wurde, wird klar illustriert an dem Fall der Mutter - Arahant Theri Kumara-Kassapa. Sie war sich einer bereits vorhandenen Schwangerschaft nicht bewusst und verließ das Haushälterleben mit der Erlaubnis ihres Mannes und trat dem Bhikkhuni-Orden bei. Später, zu einem weiter fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft, wurde die Bhikkhuni mit schweren Vorwürfen des Fehlverhaltens angeklagt und vor ein religiöses Gericht geladen. Der Buddha wies Upali Thera an, vorderster unter seinen Erleuchteten Schülern im Wissen um Angelegenheiten in der Ordensdisziplin (Vinaya), (und damit dem heutigen Präsident des obersten Gerichtes ebenbürtig), den Vorsitz zu führen, das unschuldige Opfer vor Gericht zu stellen und das Urteil über sie zu fällen. Das Publikum bestand aus Bhikkhus, Bhikkhunis und Laien, einschließlich der Laiin Visakha. Sie überprüfte die Angeklagte vor der Anwesenheit des Buddha und der anderen und erklärte nach sorgfältiger Untersuchung und vertraulicher Befragung, dass sie unschuldig sei. Nach der Anhörung der Beweise sprach der Arahant Upali die Bhikkhuni von jeglichem Verstoß frei.

 

23. WELTFRIEDEN

WeltfriedenIn der Lehre des Buddhas liegt die größte Betonung auf dem Gesetz von Ursache und Wirkung oder der Bedingt-heit aller weltlichen Phänomene. Gier, Hass und Verblendung sind die Hauptursachen, die zu Unzufriedenheit in der Welt führen. Wenn jemand anstrebt, diesem Zustand der Unzufriedenheit zu entfliehen, sollte man versuchen die zugrunde liegende Gier und den Ärger, den Hass bedingt durch Unwissenheit über die wahre Natur der Dinge, loszuwerden. Krieg ist Frieden diametral entgegengesetzt. Konflikt manifestiert sich aufgrund der zahlreichen bösartigen Motive in den Herzen der Menschen. Die Kontrolle solcher Gedanken, wie Gier, Eifersucht, Hass usw. wird sicherlich zu Frieden führen. Dauerhafter Frieden wird nur entstehen, wenn jemand diese geistigen Verunreinigungen vollständig ausgelöscht hat. Kriege werden enden und friedvoller Dialog zwischen Individuen wird zu einer Welt des friedvollen und harmonischen Zusammenlebens führen. Kleine Zankereien entstanden zwischen den Farmern auf beiden Seiten des Rohini-Flusses, der als Grenze zwischen dem Sakya- und dem Koliya-Königreich diente, als jede Seite versuchte so viel wie möglich Wasser für ihre Felder abzuzweigen. Schlussendlich führte es zu einer großen Konfrontation beider Armeen. Als der Buddha die Bildfläche betritt, ermahnt er sie über die unheilvollen und katastrophalen Ergebnisse von Krieg und zeigt die Vorteile zu einer friedvollen Schlichtung zu kommen auf. So ist der Krieg abgewendet und der Friede wieder hergestellt. Es sollte erwähnt werden, dass der Buddha der einzige religiöse Lehrer war, der ein Kampffeld persönlich besucht hat und als ein wahrer Schlichter handelte indem er Krieg abwendete.

 

24. DAS MAHA-PARINIBBANA

Das Maha-ParinibbanaDer Buddha wurde unter einem Baum als ein Prinz geboren, erlangte die Vollständige Befreiung unter einem Baum und wanderte für 45 Jahre durch Indien und verbreitete seine Lehre in der Welt und verschied schließlich im Alter von 80 Jahren in Kusinara unter einem Baum als menschliches Wesen.