Allgemeines

Der Buddhismus ist keine Religion, sondern eine Denktradition und Anleitung zur Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburt.

Buddha

 

Siddhartha Gautama, dem der Ehrentitel „Buddha" (Erwachter) gegeben wurde, sah sich selbst weder als Gott noch als Überbringer der Lehre eines Gottes. Er hat seine Lehre (das Dhamma) nicht aufgrund göttlicher Offenbarung erhalten, sondern vielmehr durch eigene meditative Schau ein umfassendes Verständnis der Natur des Geistes und der Natur aller Dinge gewonnen. Aus dieser fundamentalen und befreienden Einsicht in die Grundbedingungen allen Lebens, ergibt sich die Überwindung alles leidhaften Daseins. Dies wird üblicherweise als Erleuchtung bezeichnet. Dementsprechend wird der Buddha von seinen Anhängern als Erster Lehrer verehrt und nicht als Gott.

 

Diese Erkenntnis ist auch heute noch jedem zugänglich, der seine Lehren und Methoden folgt. Die wesentlichen Merkmale und Übungen dieses spirituellen Weges sind Moralität, Meditation und intuitive Einsicht. Die Lehre des Buddhas stellt den Menschen immer in seine eigene Verantwortung. Sie zeichnet sich aus durch Toleranz und Dialogbereitschaft, Dogmenfreiheit und Gewaltlosigkeit. Einen Anspruch auf alleingültige Wahrheiten erhebt sie nicht.

 

Deswegen gibt es auch im Rahmen der buddhistischen Lehre keine Bestrebungen der Missionierung. Es gibt keinen Ritus zur Konventierung oder Zwang zur Teilnahme an Zeremonien. Die Geistes- und Lebenseinstellung, die Absichten und Handlungen machen einen Menschen zu einem „Buddhisten".

 

Meditation zur Schulung des Geistes

 

Das Abstehen von allem Schlechten,
das Kultivieren von Gutem,
die Läuterung des eigenen Geistes:
Dies ist die Lehre der Buddhas.

 

 

 

Jeder kann die Lehren des Buddhas praktizieren und entfalten ungeachtet der Herkunft, der Nationalität, des Alters, des Geschlechts oder der Religion.

Buddhistische Mönche und Nonnen sind keine Priester, sondern eher Lehrer, die interessierten Menschen die Anschauungen Buddhas vermitteln sollen sowie anhand ihrer eigenen Erfahrung und Praxis Anleitungen zum Geistestraining geben sollen. Oftmals übernehmen sie auch seelsorgerische Aufgaben.